Malawi und die letzte Hängebrücke - Bike

Wie immer zuerst die Übersichtskarte.

Wir sind nun in Malawi angelangt. Durchqueren es von Nord nach Süd. Es geht weiter nach Sambia zum Lower Sambesi und schließlich zu den Victoriafällen. Zwei aufregende afrikanische Länder stehen an. Sehen wir was passieren wird ;-). Nach den üblichen Grenzformalitäten sehen wir in Malawi leere Straßen, ihr erinnert euch? Kein Sprit! Und wir sehen lachende Gesichter.

Ziel ist heute das Chitimba Camp. Es wird von ein paar ausgeflippten Europäern geführt. Es gibt Bier, und ... man glaubt es kaum einen Internetzugang. Natürlich nur gegen Bezahlung. Das ist es uns wert, und wir setzen bei der Gelegenheit ein paar Textnachrichten ab.

Nach einer entspannten Nacht müssen alle am nächsten Morgen eine üble steile Piste nach Livingstonia hinauf. Dort oben wird eine kleine Mission betrieben. Wer möchte kann sie besichtigen. Wir möchten nicht sondern wollen weiter.

Was ein paar Meter Höhe doch ausmachen. Hier oben, hoch über dem Malawisee, ist die Luft angenehm. Nicht zu warm und einfach herrlich zum Motorradfahren.

Nach dem Genuss der kühlen Bergluft müssen wir wieder hinab auf Seehöhe. Auf dem Weg erwartet uns als nächstes eine alte Hängebrücke. Sie stammt aus dem Jahre 1904 und wird bis heute genutzt. Um sie zu besichtigen sind beim Dorfchef 250 Quatscha zu bezahlen. Dies entspricht etwa 1,20 €. Für malawische Verhältnisse ziemlich teuer - oder?

Na ja, wenigstens bekommen wir für den Eintrittspreis auch noch eine Vorführung des selbst gebastelten Plattenspielers.

Es geht weiter nach Mzuzu. Dort soll es angeblich Sprit geben. Ihr erinnert euch? An der Grenze Tansania/Malawi - kein Sprit, nur zu Schwarzmarktpreisen. Auch die Tankstelle in Mzuzu hat keinen Sprit, oder besser gesagt, die Schwarzmarkthändler haben den Sprit in Fässer abgefüllt und verkaufen ihn nun für 3,50 € pro Liter. Die ham se nicht mer alle - oder?

Wir kaufen zu viert einen 20l-Kanister und teilen ihn auf. Als der BuschMAN eintrifft erfahren wir das Roland mit seiner BMW auf der Piste nach Livingstonia mehrmals gestürzt ist. Er ist kein guter Offroadfahrer, hoffentlich ist ihm nichts passiert.

Nun fahren wir weiter ins Hochland zu unserer heutigen Unterkunft der Forest Lake Lodge oder Luwawa Lake Lodge.

Die Waldflächen die wir durchfahren sind in keinem guten Zustand. Überall kahle Flächen. Entweder wird das Holz zu Holzkohle verarbeitet oder geht in den Export. Holz ist leider die einzige Möglichkeit an Devisen zu kommen. Malawi hat sonst keine Bodenschätze.

Um zur Forest Lake Lodge zu gelangen ist noch eine 12 km lange Matschpiste zu meistern. Das war für Roland dann wohl doch zu viel. Er hat seine BMW auf den letzten Metern in einem Dorf abgestellt und trifft mit Josi im BuschMAN ein. Große Hämatome an beiden Beinen zeugen von seinen heutigen Stürzen. Roland, wir wüschen dir gute Besserung!

Neuer Tag, neues Glück. Tagesziel ist heute Mama Rulas Camp in Chipata. Wir überfahren heute die Landesgrenze zu Sambia. Zuerst geht's gemeinsam hinter dem BuschMAN zu Rolands Motorrad. Wir laden es in den LKW. Roland kann heute nicht fahren - zu viele Schmerzen. Aua.

Jetzt geht es, wie immer, in kleinen Gruppen weiter. Auf schlechter Piste fahren wir gen Grenze. Utes Beta gibt ein weiteres Mal auf. Zuerst kaputtgerüttelte Batterie, danach Heckträger gebrochen, und jetzt?

Diesmal ist es der Auspuff. Er ist durch die fehlende Unterstützung des Heckträgers abgebrochen. In Afrika kein Problem, fahren wir halt ohne weiter. An dem Krach stört sich hier niemand. Allerdings muss Ute nun als Letzte fahren.

Die Grenzformalitäten gestalten sich diesmal schwieriger. Die Wegelagerer wollen ausser der Visagebühr von 50 USD noch eine "Gebühr" pro Motorrad von 10 USD. Wir zahlen, was sollen wir sonst machen. Korruption, überall in Afrika.

Wir sagen Bye Bye Malawi - Welcome Sambia

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Kategorien: Motorradreisen, Transafrika